Thema: Mick’s Washboard – Hot Jazz und Blues mit einem Hauch von Klezmer Autor: Daniel Prusseit, Kontakt prusseit@gmxpro.de Zeichen: 2147 (ohne Lz.) Wie klingt Musik aus einer Zeit, als Louis Armstrong noch jung war und die Bühnen Amerikas und der Welt erst noch erobern musste. Aus einer Zeit, in der Namen wie Johnny Dodds, Bix Beiderbecke, Clarence Williams oder Vance Dixon bekannt waren wie heute Popstars? Eine für Jazzverhältnisse noch recht junge Band aus Berlin beantwortet diese Frage und lässt nicht nur eingeschworene "Jazzer" erleben wie die Musik von damals, höchstens bekannt von alten knisternden Schallplatten, mit der Spielfreude von heute klingen kann. Seit vielen Jahren swingt "Mick's Washboard" in wechselnder Besetzung durch die Jazzclubs, Biergärten, Cafés und Bühnen Berlins und heizt dem Publikum mit Traditional Hot Jazz ein. Treibende Kraft ist dabei Michael „Micki“ Rothensteiner, ein bereits über Jahrzehnte aktiver Berliner Hot Jazzer. An Klarinette, Saxophonen, auf Kornett und Euphonium verführt er mit Melodien über die Freuden und, es ist schließlich Blues, Leiden des Alltags. Und schließt man die Augen wenn er das Mikrofon in der Hand hält, befährt einen tatsächlich das Gefühl, damals in der Zeit von Louis Armstrong zu sein. Neben Mick ist Stride-Pianist Hans Kaspar der Mann für die Blue Notes. Es gibt bekanntlich keinen Jazz ohne Blues, und bei jedem Solo vergisst man, dass das Piano im Jazz eigentlich nur ein Rhythmusinstrument ist. Für den richtigen Rhythmus sorgt auch Christian Sterz am Banjo und ist für den „Four String Groove“ zuständig. Der Name „Mick’s Washboard“ verrät jedoch, dass zur vollständigen Besetzung ein echtes Waschbrett gehört. Lucky Pfeiffer bearbeitet dieses und lässt die wilden Zwanziger wieder aufleben. Mick’s Washboard trifft man oft in Berlin, egal ob in der kultigen „Kleinen Weltlaterne“, dem Brauhaus Südstern oder auch mal im Sommer im Biergarten. Wann die Vier das nächste Mal zu hören sind, verrät die Band-Webseite http://www.micks-washboard.de - und wer mehr möchte als zuhören, darf zu dieser Musik übrigens auch gern das Tanzbein schwingen, denn alter Jazz war und ist auch Tanzmusik!